Blog · Webseiten
Was kostet eine Website für Selbstständige? Ehrliche Spanne statt Preisliste
Eine kleine Website für Selbstständige kostet bei mir ab 500 Euro: ein Onepager mit wenigen Sektionen, deinen Texten und Fotos, Impressum, Datenschutz und SEO-Grundlagen. Agenturen und Freelancer rufen für Unternehmensseiten meist 1.500 bis 20.000 Euro auf. Der Unterschied steckt selten in der Seitenzahl. Er steckt in Story, Besucherführung und sauberer Technik.
Du hast drei Angebote auf dem Tisch. Eines sagt 500 Euro, eines 2.500 Euro, eines 12.000 Euro. Alle drei nennen sich „professionelle Website“. Und du fragst dich, ob der Günstige etwas weglässt oder der Teure etwas draufschlägt. Meist stimmt beides. Deshalb lohnt es sich, vor dem Vergleich zu verstehen, wofür du bei einer Website eigentlich bezahlst.
Warum ist die Preisspanne so groß?
Weil „Website“ drei sehr verschiedene Dinge meinen kann. Eine Seite, die dein Angebot zeigt und erreichbar macht. Eine Seite, die eine Geschichte erzählt und Besucher zu einer Anfrage führt. Oder ein Projekt, bei dem Positionierung, Texte, Fotos, Technik und Funktionen von Grund auf erarbeitet werden. Der Preis hängt davon ab, wie viel davon du brauchst und wie viel du selbst mitbringst.
Was der Markt dafür aufruft, zeigt die Tabelle weiter unten. Vorher der Teil, den ich am besten kenne: mein eigener Preis.
Was bekommst du für 500 Euro?
Für rund 500 Euro liefere ich guten Gewissens einen Onepager mit ein paar Sektionen. Darin:
- eine klare Struktur: wer du bist, was du anbietest, für wen, wie es weitergeht
- Texte, die ich mit KI vorbereite und auf dich zuschneide, oder deine eigenen Texte eingebaut
- deine Fotos, technisch sauber eingebunden
- Impressum und Datenschutz, angebunden an einen Rechtstexte-Dienst
- SEO-Grundlagen: Seitentitel, Beschreibung, Überschriften, Ladezeit, Sitemap, Search Console
- ein Kontaktweg, der funktioniert: Formular, Telefon oder Terminbuchung
Was für 500 Euro definitiv nicht drin ist: ein Shop, mehrere Unterseiten, Fotos, die erst gemacht werden müssen, und die komplett eigene Erarbeitung von Positionierung und Texten von null. Das ist kein Mangel des Preises, das ist ein anderes Projekt.
Was treibt den Preis nach oben?
Vier Dinge, in dieser Reihenfolge:
- Unterseiten. Jede Leistungsseite braucht eigene Struktur, eigenen Text, eigene Suchbegriffe. Fünf Unterseiten sind fünf kleine Projekte, kein Onepager mit mehr Menüpunkten.
- Story und Marke. Wenn deine Seite erzählen soll, warum jemand dich wählt und keinen der zehn anderen, braucht das Gespräche, Fragebogen und mehrere Textrunden. Genau hier würde ich selbst mehr Geld ausgeben: für gutes Storytelling, für die Hervorhebung deiner Stärken und für eine klare Führung des Besuchers zur Anfrage.
- Funktionen. Ein Quiz, das Anfragen vorqualifiziert, eine Automatisierung ins E-Mail-Tool, ein Rechner. Jede Funktion braucht Konzept, Bau und Test.
- Material, das fehlt. Keine Fotos, keine Texte, keine Referenzen: Dann entsteht alles im Projekt, und das kostet Zeit.
Was unterschätzen Selbstständige am häufigsten?
Drei Posten, die in fast keinem Angebot als eigene Zeile stehen und trotzdem den Unterschied machen:
- Saubere technische Bereitstellung. Schnelle Ladezeit am Handy, funktionierende Weiterleitungen, Bilder in der richtigen Größe, Consent-Banner, der die Tracker wirklich blockiert. Das sieht niemand, bis es fehlt.
- Eine durchdachte Story und Besucherführung. Der Besucher soll in fünf Sekunden wissen, ob er richtig ist, und dann ohne Suchen zur Anfrage kommen. Das ist Denkarbeit, keine Optik.
- Abhebung vom Durchschnitt. Die meisten Seiten in deiner Branche sehen gleich aus und sagen dasselbe. Eine Seite, die anders klingt, braucht Entscheidungen, die jemand treffen muss.
Was ruft der Markt auf?
Zum Vergleich die Spannen, die Anbieter im September 2026 öffentlich nennen. Jede Zahl mit Quelle und Datum, die Links stehen am Ende des Beitrags.
| Weg | Kosten | Quelle |
|---|---|---|
| Baukasten selbst gebaut | ab rund 5 Euro im Monat, plus deine Zeit | weissblau media, 04.11.2025 |
| Kleine Website bei mir | ab 500 Euro, Festpreis, 1 bis 2 Wochen bis online | eigenes Angebot, Stand 09/2026 |
| Freelancer, professionelle Website | 1.500 bis 10.000 Euro | lisakoch.de, abgerufen 06.09.2026 |
| Unternehmenswebsite bei einer Agentur | 2.500 bis 20.000 Euro | weissblau media, 04.11.2025 |
| Einfache Unternehmensseite, Mittelstand | 5.000 bis 12.000 Euro | snutig, 28.05.2026 |
| Laufende Kosten (Hosting, Domain, Wartung) | 50 bis 300 Euro im Jahr bei kleinen Seiten, 100 bis 300 Euro im Monat bei Agenturbetreuung | weissblau media, 04.11.2025; snutig, 28.05.2026 |
Auffällig: Kaum ein Anbieter nennt eine Zahl unter 1.500 Euro. Für viele Selbstständige ist das aber genau die Größe, die zum Geschäft passt: eine Seite, die dein Angebot klar zeigt, statt eines Mittelstandsprojekts mit acht Wochen Laufzeit.
Wann lohnt sich der Baukasten, wann ein Dienstleister?
Der Baukasten lohnt sich, wenn du Zeit hast, Freude am Basteln und deine Website vor allem erreichbar machen soll. Ein Dienstleister lohnt sich, sobald die Website Anfragen bringen soll und du deine Stunden lieber im Geschäft einsetzt. Eine Beispielrechnung: 20 Stunden Eigenbau bei einem Stundensatz von 60 Euro sind 1.200 Euro, und die Seite ist dann meist noch nicht fertig. Beide Zahlen sind Annahmen, setz deine eigenen ein.
Aus meiner Praxis
Drei Projekte, drei Größen. Eine Theatergruppe brauchte Umzug und neue Seite. Beides war an einem Tag erledigt, als schlankes HTML statt eines Uralt-Systems. Eine Beratung für Finanzierung und Immobilien bekam 8 Unterseiten in 2 Wochen, mit Struktur, Texten und Technik. Bei Ismeta Radaj war die WordPress-Seite über die Jahre gewachsen. Dort ging es um Überarbeitung: klarere Struktur, neues Blogdesign und ein Beziehungstyp-Quiz, das Anfragen vorqualifiziert und an Brevo übergibt.
Keines der drei Projekte hat gleich viel gekostet. Alle drei haben vor dem Start einen Festpreis bekommen. Du willst wissen, in welche Größe dein Projekt fällt? Beantworte 7 kurze Fragen, dann sage ich dir, was ich machen würde und was es kostet.
Woran erkennst du ein faires Angebot?
An drei Dingen. Es steht drin, was enthalten ist und was nicht. Es nennt einen Festpreis oder einen klaren Rahmen statt eines Stundensatzes ohne Obergrenze. Und es sagt, was nach dem Livegang passiert: wer Hosting, Updates und kleine Änderungen macht und was das kostet. Fehlt einer der drei Punkte, frag nach, bevor du unterschreibst.
Was bei mir in einer Website ab 500 Euro drin ist, wie der Ablauf aussieht und welche Projekte ich in andere Hände gebe, steht auf der Seite Webseite erstellen lassen oder überarbeiten.
Das könnte dich ebenfalls interessieren
Quellen
Über den Autor
Paul Klarmann baut Webseiten und optimiert digitale Kundengewinnung für Selbstständige, kleine Unternehmen und KMU. Seit 2009 im Digitalen, von 2015 bis 2025 COO und Gesellschafter bei OnlineMarketing.de und Digital Bash.
Nächster Schritt
Was würde deine Website kosten? Finde es in 90 Sekunden heraus.
Beantworte 7 kurze Fragen zu deinem Vorhaben. Danach bekommst du eine konkrete Einschätzung mit Preisrahmen.
Lieber reden? Such dir rechts direkt einen Termin aus oder ruf an: 0163 3924706
E-Mail: zentrale@paulklarmann.de